Mitreißende Klänge der iberischen Halbinsel
Sven Thielmann
WAZ / NRZ 28.03.2017

Wer im Ruhrgebiet bei Flamenco heimischer Produktion nur an Rafael Cortés denkt, der hat vermutlich noch nie das „Essener Gitarrenduo“ erlebt. Wie Bernd Steinmann und Stefan Loos mit fingerflinker Virtuosität die hin- und mitreißenden Klänge der iberischen Halbinsel in funkelnde Kleinode verwandeln, ist seit über 25 Jahren ein höchst unterhaltsames Vergnügen. Was die Gitarristen mit formidabler Verstärkung nun wieder im bestens besuchten Katakomben-Theater demonstrierten.

Wer im Ruhrgebiet bei Flamenco heimischer Produktion nur an Rafael Cortés denkt, der hat vermutlich noch nie das „Essener Gitarrenduo“ erlebt. Wie Bernd Steinmann und Stefan Loos mit fingerflinker Virtuosität die hin- und mitreißenden Klänge der iberischen Halbinsel in funkelnde Kleinode verwandeln, ist seit über 25 Jahren ein höchst unterhaltsames Vergnügen. Was die Gitarristen mit formidabler Verstärkung nun wieder im bestens besuchten Katakomben-Theater demonstrierten.

Grammatikalisch nicht ganz korrekt hieß ihr Programm so wie das aktuelle Album: „My Spanish Dream“. Wie dort sorgten auch auf der stimmungsvoll ausgeleuchteten Bühne zwei normalerweise nicht gerade als Flamenco-Künstler bekannte Musiker für die souveräne Untermalung des flirrenden Wechselspiels von Solo- und Rhythmus-Gitarre.

Mit fein-warmem Ton eines nur noch selten zu hörenden Epiphone-Basses, gelegentlich aber auch auf einem Kontrabass, wob Martin Breuer – der sonst Herbert Knebel musikalisch Contra gibt – sanft pulsende Linien in die schillernde Abfolge diverser Rumbas und Danzas, zu den sich Fandangos, Tarantos und natürlich auch eine der beliebten Sevillanas gesellten. Dazu tuckerte Peter Eisold, der wohl vielseitigste Trommel-Virtuose des Reviers, auf Conga, Bongos und dem im Flamenco unverzichtbaren Cachon delikate Rhythmen, die dem andalusischen Groove die perfekte Würze gaben.

Auch optisch wurde an diesem faszinierenden Abend einiges geboten. Zeigten Irina Castillo, die jugendliche Verführungskunst verkörperte, und Renate Pomp in der Rolle als reife Dame doch die große Kunst des Flamencotanzes mit rasanten Zapateados, dem rhythmischen Gestampfe zur feurigen Musik.

Eine ausdrucksstarke Bereicherung des zum Quartett erweiterten und begeistert gefeierten „Essener Gitarrenduos“, das am 10. Juni mit Martin Breuer und Peter Eisold in der Philharmonie zur nächsten spanischen Nacht einlädt.

 


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